Luxus-Gartenhäuser für die Traumimmobilie

Gartenhäuschen © eddy02 - Fotolia.com

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Welche Familie würde heutzutage nicht gerne ein Haus besitzen, in welchem sie einen Hort der Ruhe geniessen kann und dem hektischen Treiben moderner Großstadt für einen Moment entfliehen könnte? Nicht wenige Familien realisieren diesen Wohntraum und schaffen sich diese Form der Rückzugsoase, wie Statistiken beweisen.

Hierbei stellt sich jedoch die Frage, wie so ein Haus auszusehen hat. Um den romantischen Wohlfühlcharme eines Holzhauses kommt dabei kaum eine Vorstellung angehender Hausbauer herum. Nach wie vor zählt dieser Haustyp zu den favorisiertesten. Dabei liegt Holz allein in so fern nahe, als es nach wie vor ein widerstandsfähiges, günstiges und einfaches Material ist. Zudem sieht es einfach schick aus und jeder hat seine helle Freude daran. Wer dennoch Spass an aufwendigem Luxus hat und es sich leisten kann, wählt hierbei vor allem hochwertige Holzarten. So eine Anschaffung kann dann schon mal eine Kleinigkeit kosten und nicht selten liegen die Preise dabei im Bereich eines Neuwagens. 

Manche Familie steht mitunter vor genau dieser Frage: Neuwagen kaufen oder doch lieber den eigenen Garten mit einem echten Luxus-Gartenhaus verschönern? Zum Familienglück am Wochenende könnten sicher beide Objekte beitragen. Dabei wird häufig unterschätzt, wie aufwendig und luxuriös moderne Gartenhäuser gestaltet werden können.

Hierbei bietet der schwedische Stil ein eher leichtes Pendant im Gegensatz zu seinem traditionsreichen großen Bruder, dem kanadischen Blockhaus. Während das kanadische Blockhaus vor allem durch seine Massivität und Widerstandsfähigkeit brilliert, hat das schwedische Modell den Vorzug feiner Raffinessen, die eher im spielerischen Detail liegen.  

Karl Friedrich Schinkel

Karl Friedrich Schinkel wurde als Sohn des Kirchen- und Schulinspektors Johann Cuno Schinkel und seiner Frau Dorothea, geborene Rose, am 13. März 1781 in Neuruppin geboren.

Ab 1794 besuchte Schinkel in Berlin das Gymnasium zum Grauen Kloster. Nach vier Jahren begann er eine Lehre bei dem Architekten David Gilly. Der Sohn Friedrich Gilly, mit dem er sich befreundete und der ebenfalls Architekt war, übte einen großen Einfluss aus auf Schinkel. Zusammen eröffneten sie die “Privatgesellschaft junger Architekten”. 1799 begann Schinkel ein Studium der Architektur an der neu gegründeten Bauakademie in Berlin. 1802 schloss er seine Ausbildung ab. Zunächst arbeitete Schinkel als Bühnendekorateur und als Maler. 1803 bis 1805 unternahm er eine längere Studienreise durch Italien und Frankreich. Er hielt sich in bedeutenden Städten wie Dresden, Prag, Wien, Triest, Genua und Paris auf.

Ein Merkmal seines Schaffens war seine außerordentliche Vorstellungskraft, die ihm von hohem Nutzen bei der Planung der verschiedensten Objekte war. In seinen architektonische Planungen machte Schinkel den Menschen zum Maßstab. So hielten sich auch in seiner klassizistischen Schaffensphase um 1825 die Ausmaße seiner Bauten in Grenzen und waren nicht bloß Zweck der Machtpräsentation. Doch zuvor, in den Jahren von 1803 bis 1805, orientierte sich seine Stilsprache an der Romantik, die sich dann von 1810 bis 1815 zu einer national-romantischen Phase entwickelte. Nach seiner Reise nach England und Frankreich orientierte sich Schinkel an der Technik. Seine Bauten waren geprägt von einer kubischen Form. Griechische und gotische Gestaltungselemente unterstützten eine ästhetische Klarheit. Ab 1835 wandte er sich wieder mehr den mittelalterlichen Konzepten zu – in Form ihrer wehrhaften Geschlossenheit. Neben seinem Ruf als Architekt genoss Schinkel auch noch eine große Popularität als Städteplaner. Auf diesem Fachgebiet verfolgte er ein organisches Wachstum. Friedrich Schinkel starb am 9. Oktober 1841 in Berlin.

Nacktbilder als Protest

© Axel Lauer - Fotolia.com

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Die ägyptische Bloggerin Lia Magda Al-Mahdi und der chinesische Künstler Ai Weiwei wurden bedroht und verhört, weil sie Nacktfotos von sich ins Internet gestellt hatten. Doch es regnete auch Solidarität aus dem Volk. So wird der Körper zum Symbol der Rebellion und auch andere User reagierten, indem sie Nacktfotos von sich ins Netz stellten.

In Israel zeigte man seine Unterstützung für die Ägypterin al-Mahdi, indem 40 israelische Frauen für sie ihre Kleider ließen, bestückt mit Bannern, auf denen man sich auf Arabisch, Hebräisch und Englisch für Beistand und “Liebe ohne Grenzen” einsetzt. Kern des Protests ist jedoch ein Schriftzug, der hinter den Frauen zum Vorschein komm: “Show you are not afraid”. Der Satz stammt vom damaligen Bürgermeister New York Citys, der die Menschen nach dem Attentat im September 2001 mit diesen Worten aufforderte, keine Angst zu zeigen und den öffentlichen Raum demonstrativ zurückzugewinnen.
Wer über seinen Körper frei verfügt, der macht Herrschenden Angst, so der Sinn hinter der Bewegung. Das Plakat mit dem Schriftzug, stammt von Mikael Mikael. Der stellt es im Internet frei zur Verfügung und möchte, dass auch alle anderen, die dieses Plakat in der Öffentlichkeit anbringen, es dokumentieren und hochladen. So fanden sich bereits Plakate in Sichtweite der Mauer in Jerusalem, auf Wachhäusern von Sicherheitsdiensten in Berlin und im Olympiadorf in München.

Alia Magda al-Mahdi jedoch wurde bereits von islamistischen Jura-Absolventen wegen Unsittlichkeit und Missachtung der Religion bei der ägyptischen Generalstaatsanwaltschaft angezeigt. Ai Wieweit und sein Fotograf Zhao Zhao wurden im November verhört, wegen eines Bildes aus dem vergangenen Jahr, das den Künstler und acht Frauen nackt, auf Stühlen sitzend zeigt. Die chinesischen Behörden werfen ihm deshalb Pornografie vor. Doch das visuelle Echo und die Zeichen der Solidarität nehmen zu und immer mehr Bürger zeigen sich als Antwort auf die Geschehnisse nackt auf Bildern.

Richtig versichert als Architekt

© endostock - Fotolia.com

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Auch bei einer noch so guten vorherigen Planung, kann bei größeren Bauprojekten im Nachhinein immer etwas schief laufen. Um nicht für dadurch entstandene eventuelle Schäden, womöglich noch mit seinem Privatvermögen zu haften, ist es für Ingenieure und insbesondere für Architekten ratsam spezielle Versicherungen abzuschließen. Speziell auf Architekten zugeschnittene Haftpflichtversicherungen schützen gegen Fehler in Bauplänen. Der Versicherte wird bei diesem Versicherungsmodell durch einen vielfältigen Leistungskatalog geschützt.

Diese Art der Haftpflicht übernimmt beispielsweise Spätschäden, die aus der Nachhaftung des Vorversicherer herausfallen. Neben dem Aufkommen für privatrechtliche Schadensersatzansprüchen garantiert eine gute Architektenhaftpflichtversicherung auch teilweise einen strafrechtlichen Berufsschutz. Im Idealfall erfährt der Versicherte nach dem Auftreten eines Schadens keine Hochstufung der Police. Auch die Problematik der Haftung von  Ausführungsgehilfen wird in einem guten Versicherungspaket abgedeckt. So sollten dieses eine Übernahme von Ansprüchen, die durch den Einsatz von Subunternehmern zustandekommen mit einschließen.
Manche Unternehmen bieten auch einen Schutz für Auslandsschäden an, die allerdings von Land zu Land und insbesondere auf dem Hoheitsgebiet der USA variieren.

Eine private Krankenversicherung besonders für Selbständige bietet gerade auch Freiberuflern einen umfassenden Versicherungsschutz in allen Lebenslagen. Denn ein krankheitsbedingter Ausfall über einen längeren Zeitraum kann für einen Freiberufler schnell zur wahren Existenzbedrohung werden. Sinnvoll ist deshalb auch der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung.  Die finanziellen Folgen einer solchen Berufsunfähigkeit sind meist so verheerend, dass sie ohne eine angepasste Versicherung nicht zu stemmen sind.

Übrigens ist Architekt für eine Versicherung nicht gleich Architekt. Deshalb sollte beim Abschluss einer solchen speziellen Versicherung immer die genaue Berufsbezeichnung angegeben werden. So bekommen beispielsweise Innenarchitekten, oder Landschaftsarchitekten günstigere Konditionen, als ein Architekt, der sich auf die Konstruktion von Brücken spezialisiert hat. Weitere Informationen bietet unter anderem auch der Verband Deutscher Architekten.

Fertighäuser – individuell und modern

© Mixage - Fotolia.com

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Fertighäuser müssen nicht immer nach langweiligen Reihenhäusern aussehen. Sie können sich in der Landschaft auch als ganz schöne Hingucker beweisen. Sie können individuell gestaltet werden, sind energieeffizient und umweltfreundlich. Die gängige Vorstellung vom Fertighaus, dass einfach bestellt und ausgebaut wird, ist also nicht ganz richtig. Denn die meisten der Modelle werden individuell und nach Kundenwunsch gefertigt. So kann sich eigentlich jeder sein Wunschhaus bestellen. Von traditionell bis modern und futuristisch ist alles möglich. Der Bauherr kann seinen Wünschen freien Lauf lassen, wie das Haus von außen und auch von innen aussehen soll. Es wird also nicht unbedingt aus dem Katalog bestellt. Das gibt es zwar auch, aber diese so genannten “Typenhäuser” machen nur einen kleinen Teil der insgesamt verkauften Fertighäuser aus. Der Wortteil “Fertig” bezieht sich nur daraus, dass die Teile in der Fabrik vorgefertigt werden. Das heiß dann natürlich auch, dass diese Häuser nicht wirklich günstiger sind, als die herkömmliche gebauten Heime. Ein Vorteil ist allerdings, dass die Hersteller den Bauherren einen Fixpreis garantieren. Denn da alles von einem Hersteller übernommen und vorproduziert wird, lassen sich die Kosten besser kontrollieren. Das sichert auch eine bessere Qualität. Die passenden Bauunternehmen finden sie hier. Ein großes Plus ist auch die Energieeffizienz der Fertighäuser. Denn sie bestehen zu großen Teilen aus Holz und das lässt sich sehr gut isolieren. Auch die Art der Energieversorgung kann man sich aussuchen. Da gibt es alles, was der Markt und die Technik zu bieten hat: von Wärmepumpen bis Fotovoltaikanlagen. So hat man zuerst vielleicht die Qual der Wahl, ist mit dem Ergebnis dann aber umso zufriedener. 

Die Fotoausstellung ‘no fashion, please’

 

© Clarini - Fotolia.com

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Die Ausstellung heißt zwar “No fashion, please!”, doch im Mittelpunkt steht dennoch die Auseinandersetzung mit der Modefotografie und deren Techniken – aber eben nicht aus einer modefotografischen, sondern künstlerischen Perspektive. Vom zehnten November bis zum 22. Januar 2012 haben Kunst- und Fotografie-Begeisterte die Gelegenheit, bei einem Abstecher ins österreichische Wien diese Foto-Ausstellung in der Kunsthalle mitzunehmen. 19 einzelne Fotografen aus der ganzen Welt werden mit Werken präsentiert, die sich irgendwie mit Körper und Kleidung und oder den funktionalen Techniken der Modefotografen auseinandersetzen. Viele Werke problematisieren die sich in den letzten Jahrzehnten stark veränderten ästhetischen Vorstellungen eines idealen Körpers. Doch nicht nur reine Fotografie gibt es im Nachbarland zu sehen, auch Projektionen, Skulpturen, Video, Film und Performances gibt es zu bestaunen – viele verschiedene mediale Ideen wurden in Wien umgesetzt.

Dabei ist etwa die Fotografen-Ikone des Londoner Mode-Untergrunds, Fergus Greer Bowery, der die Modekreationen Leigh Bowerys beinah dokumentarisch abknipste. Auch die Werke von Philipp-Lorca diCorcia und Erwin Olaf, aber auch Matthias Herrmanns “Philip” verweisen auf die sich aneinander inspirierende Beziehung zwischen Mode und Fotografie, zwischen Fashion-Designer und Fotograf.

Doch nicht alle der in Wien vertretenen Künstler sehen den Zusammenhang von Fotografie und Mode, von künstlerischem und kommerziellem Kosmos also, so positiv: Am deutlichsten wird das wohl beim amerikanischen Künstler Jeff Bark. Seine surrealen und verstörenden Stillleben und Körperabbildungen wirken wie eine Umkehrung der derzeit überall propagierten Schönheitsideale. Auch Tracey Baran, Luigi & Luca, Hanna Putz und Viviane Sassen untersuchen die Lücke zwischen Form und Erscheinung und beleuchten dabei auch Akte der Verweigerung oder Überkreuzung mit gängigen modischen Standarts oder den optimalen Körpermaßen.

Wer es nicht nach Wien schafft, kann sich immerhin mit dem Ausstellungskatalog ein Bild von der Ausstellung machen. Dieses erscheint im Verlag für moderne Kunst in Nürnberg und hat etwa 160 Seiten.

Fotoausstellung von Ai Weiwei in Berlin

Quelle: Flickr/sanfamedia.com

Quelle: Flickr/sanfamedia.com

Fotografien des chinesischen Künstlers Ai Weiwei des New Yorks der 80iger Jahre können derzeit im Berliner Martin-Gropius-Bau bestaunt werden. Die Ausstellung wurde von Weiwei selbst kuratiert und angeordnet – nicht nur die Fotografien an sich, auch die gesamte Installation ist ein Kunstwerk. Bei der Eröffnungs-Vernissage am vergangenen Freitag fehlte der berühmte chinesische Künstler: Er sitzt seit seiner knapp dreimonatigen Inhaftierung im Frühjahr 2011 derzeit unter Hausarrest und darf sein Studio in Peking nicht verlassen. Stattdessen schmuggelte sich eine Video-Botschaft Weiweis nach Berlin. Mit einem optimistischem Augenzwinkern endet diese wie folgt: “Wir sehen uns später.”

Von den mehr als 10.000 Fotos, die Weiwei von 1983 bis 1993 in New York knipste, landeten 220 in der Berliner Ausstellung. Sie zeigen Außenseiter und Verlierer der Welt-Metropole, Straßenschlachten am Tompkins Square Park und Transvestiten beim Wigstock-Festival. Auch viele Porträts von chinesischen und amerikanischen Künstlern, die in Weiweis ehemaliger Behausung im düsteren Bezirk East Village entstanden, sind darunter. Aus den Fotografien spricht Ironie, Sarkasmus und Humor, sie können wie ein Buch “gelesen” werden.

In den Fotografien zeigt sich auch die Handschrift des Konzept- und Installationskünstlers, zu dem Weiwei mittlerweile geworden ist. “Brooklyn” etwa präsentiert Weiwei, wie er sich vor einer großen Wand von Küchenrollen aufnimmt – ein eindeutiges Zitat von Andy Warhols berühmten Suppendosen. An seine Installation in der Londoner Tate Modern, wo Weiwei einen Raum mit Millionen von Porzellan-Sonnenblumenkernen auslegte, erinnert ein in Berlin gezeigte Porträt, das ebenfalls mit Sonnenblumenkernen ausgefüllt wird.

Weiwei selbst verweist darauf, dass er damals seine Fotografie weniger als Kunst verstanden habe. Ihm sei es wichtiger gewesen, seiner alltäglichen Handlungen und den Einstellungen dahinter durch die Fotografie bewusst zu werden. Wie auch bei seiner ersten Ausstellung im Pekinger Zentrum für Kunstfotografie vor zwei Jahren als auch in New York hängen die Bilder in Berlin in großen, hellen Holzrahmen dicht an dicht in langen Linien an der Wand. Bleibt zu hoffen, dass Weiwei dem Versprechen eines baldigen Wiedersehens schnell nachkommen kann.

Open Art in München

Philipp Gufler,  Foto: philippgufler_flickr

Philipp Gufler, Foto: philippgufler_flickr

Am 9. September 2011 eröffneten 68 Münchener Galerien die kommende Kunstsaison unter dem Motto „Kunst voll“. Die Aktion „Open Art“ sollte Begeisterung für Kunst wecken und einen leichten Einstieg in die Welt der Malerei, Fotografie, Skulpturen und Installationen gerade für junge Menschen ermöglichen. Mit kostenlosen Shuttle-Taxis für alle Besucher und fachkundigen Führungen vor Ort sollte das auch gut gelungen sein.

Zu sehen waren vor allem Einzelausstellungen von bekannteren Künstlern, die ihre jüngsten Werke präsentierten – dabei dominierte eindeutig die Malerei. Etwa die poppigen, farbenfrohen Bilder des Amerikaners Peter Halley bei Thomas Modern, die surrealen Landschaften des Chinesen Ji Dachun bei Barbara Gross, die feinen Camouflage-Bilder des Türken Ekrem Yalcindag bei Karl Pfefferle, aus Epoxidharz gegossene Werke von Peter Zimmermann bei Max Weber/ Six Friedich, abstrakte Bilder von Christina Chirulescu bei Tanja Pol und konzeptuelle Notizzettel-Kritzeleien vom Wiener Stefan Sander bei Andreas Grimm.

Das Spektakel der „Open Art“, die das gesamte Wochenende über Kunst-Begeisterte aus der ganzen Welt nach Bayern lockte, war aber eindeutig Benjamin Bergmanns Performance bei Nusser & Baumgart, mit der der Münchener wieder an alte Skandal-Auftritte anknüpfte: In einer selbstgebauten Vitrine zündete er 600 Feuerwerkskracher, die Schießpulver-Spuren an der zum Glück standgehaltenen Glasscheibe konnten Besucher dann als Gemälde bewundern.

Doch nicht nur Malerei stand auf dem Programm: Der Bildhauer Stephan Balkenhol zeigte bei Rüdiger Schöttle seine groben und beeindruckenden Holzskulpturen und Reliefe. Der in Berlin lebende Künstler Markus Selg präsentierte seinen neuen Film „Storrada“, Fetisch-Skulpturen und Digital-Prints in der Galerie Christine Mayer. Bei Francoise Heitsch gab es besonders junge zeitgenössische Kunst zu bewundern: Philipp Gufler, Thomas von Poschinger und Björn Wallbaum stellten Installationen, Skulpturen und Fotografien des alltäglichen Beziehungskampfes zur Schau. Die kommende Kunstsaison scheint zumindest im Süden Deutschlands vielversprechend und sehr abwechslunsgreich zu werden!

Bang & Olufsen wird protziger

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Bang und Olufsen Design, Foto: b!s_flickr

Bang und Olufsen Design, Foto: b!s_flickr

amals hatten beide Firmen ihre Glanz- und Glückszeiten. Der Fahrzeughersteller Saab ist hin und wieder einmal zahlungsunfähig und steht des Öfteren vor der Insolvenz und der Hifi-Hersteller Bang & Olufsen findet sich in der Versenkung wieder, weil er nicht mehr auf Sachen setzt, die ihn später einmal ausgezeichnet haben. Besonders Bang & Olufsen richtet sein Konzept eher auf Protzen und aufdringliche Eleganz anstatt auf unaufdringliche Hingucker.

Bang & Olufsen konnte sich im Gegensatz zu Saab immer wieder vor dem finanziellen Kollaps retten, auch wenn der schwache Absatz fast dazu geführt hätten, dass der Hifi-Hersteller vom Markt verschwindet. Das Unternehmen, dessen Kreationen es einst in das Museum of Modern Art in New York schaffte, hat schwere Zeiten hinter und auch noch vor sich. Damals schafften es die Produkte ins Museum, weil sie unauffällig zwar im Hintergrund standen und selbst ohne Musik schön anzusehen waren, wirken die Geräte von Bang & Olufsen so, als ob sie den ganzen Raum einnehmen würden. Lautsprecher wirken heutzutage so, als wäre es eine verhunzte Couchgarnitur, die aber dennoch riesengroß im Raum prangt. Manchmal wirkt es so, als wären die Geräte wie ein riesiger Heckspoiler an einem Kleinwagen. Den Leitsatz “Für diejenigen, die Design und Qualität mehr wertschätzen als den Preis”, der das Unternehmen seit 1968 ausgemacht hat, zählt schon lange nicht mehr. Denn seit der Jahrtausendwende entfernte man sich immer mehr vom ursprünglichen Design, schlichte aber dennoch elegante Sachen herzustellen und zu entwerfen.

Bang & Olufsen widerspricht den Designregeln, die es damals eigentlich selber initiiert hat. „Gutes Design ist unaufdringlich“ passte damals sehr gut zum Design von B&O, heute könnte der Spruch „Schlechtes Design ist aufdringlich“ wohl besser passen. Mit minimalistischen Ansätzen überzeugte das Unternehmen damals, heute macht man beim dänischen Hifi-Hersteller eher alles anders und macht lieber etwas mehr, als zu wenig – gewiss dem Motto: „Viel hilft viel!“ Ein Unternehmen jedenfalls schafft es mit schlichtem Design seit Jahren zu überzeugen und bricht einen Verkaufsrekord nach dem anderen: Apple. Bang & Olufsen hat sich von dem Konzept leider verabschiedet.

100 Vernissagen in New York

Streetart in NY, Foto: epic creations_flickr

Streetart in NY, Foto: epic creations_flickr

Es ergibt sich ein malerisches Bild – auch in New York. Der Herbst lädt ein, sich auf die Straße zu begeben. Die herabfallenden Blätter der Bäume, die nass-kalte, aber dennoch frische Luft weht durch die Straßen und im Park sieht man die Blätter mit einer Windrose spielen. Es ist allerdings nicht nur die Zeit, in der man sich auf die Straße begibt, um das Farbenspiel der Blätter und der Natur zu beobachten, sondern auch eine Zeit, in der man in die vielen Ausstellungen schreitet, um der Kultur zu frönen.

Trotz der wirtschaftlichen Sorgen der Amerikaner pulsiert in New York zu dieser Zeit das Leben in den unzähligen Vernissagen und Ausstellungen. Die Kunst- und Kultursaison ist eben auch am Big Apple eröffnet worden. Die 100 Galerien der Stadt eröffneten und zeigten wieder mal ihr ganzes Angebot, bei dem wieder alles so war wie jedes Jahr – nur halt ein bisschen anders. Wie jedes Jahr gab es Menschenschlangen vor den Eingängen der Galerien, wie jedes Jahr schenkte man sich den billigen Weißwein in sein wohl-geformtes Glas und wie jedes Jahr fand man dieses Jahr einen Blick auf die Höhepunkte der Kultursaison.

Und so zeigte Thomas Demand in der Galerie Matthew Marks die Ausstellung „Carte d’après Nature“, die auch schon im Nationalmuseum Monacos bestaunt werden konnte. Und so gab es dann auch in New York nostalgische Momentaufnahmen von verschiedenen Künstlern. Ein paar Straßen weiter versammelten sich die Menschen bei Nick Cave, die es ein bisschen lauter mögen. Im Wort „laut“ ist schrill zu sein natürlich mit einbezogen. Er stellte Soundsuit-Aliens aus, die er aus Kuscheltieren, Fellen und anderen Stoffresten anfertigt.

Es würde sicher den Rahmen sprengen, wenn man die unzähligen Werke der Stadt New York auf eine Liste bringen würde – dafür waren es eindeutig zu viele. Zu viele für ein Blatt Papier. Und weil man natürlich in New York war und vor kurzem die New York Fashion Week stattfand, durfte Kunst und Mode und die Mode, die in Kunst zusammenläuft nicht fehlen. Die Menschen jedenfalls waren begeistert und tranken an einem New Yorker Herbsttag ihren Billigwein, der aber keinesfalls stillos wirkte.