Munchs “Schrei” bringt 120 Millionen Dollar
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Edvard Munchs bekanntestes Gemälde „Der Schrei“, wurde von einem norwegischen Sammler zur Versteigerung freigegeben. Schon in Voraus rechnete man im Auktionshaus Sotheby’s in New York mit einer Rekordsumme, die das Meisterwerk erzielen wird, und schätzte den Wert auf etwa 80 Millionen Dollar. Überrascht war man jedoch kaum, als die Versteigerung diese Erwartungen und sogar den bisherigen Rekordhalter Picassos um 13 Millionen Dollar übertraf.
Zwei anonyme Verkäufer lieferten sich während der Auktion ein wahres Bieterduell und brachten das Gemälde so für insgesamt 120 Millionen Dollar unter den Hammer. Der Hammerpreis für Munchs Gemälde betrug 107 Millionen Dollar und ist somit zum ersten Mal über der 100 Millionen Dollar-Grenze für ein Bild der Kunstgeschichte in einer solchen Versteigerung aufgetaucht. Nach Anrechnen des üblichen Aufgeldes in Höhe von 12 Prozent ergab sich dann also der stolze Kaufpreis von knapp 120 Millionen Dollar.
Der Käufer hatte per Telefon an der Auktion teilgenommen und seine Gebote abgegeben. Dabei lieferte man sich mit einem anderen anonymen Bieter am Telefon ein Duell. Anfangs noch schien es, an der geschätzten Grenze von 80 Millionen Dollar käme die Auktion zu einem Ende. Dann jedoch nahm man das Duell weiter auf, durchbrach damit bei 96 Millionen den bisherigen Rekord und ging schließlich noch weiter in die Höhe. Dass es sich dabei um eine wahre Rekordsumme handelt, zeigt die Tatsache, dass in anderen Fällen oft nicht einmal während einer ganzen Auktion mit mehreren Objekten ein solcher Erlös zusammengetragen werden kann.
Bisher war das Gemälde „Der Schrei“ im Besitz eines norwegischen Kaufmanns, dessen Vater einst der Nachbar von Munch gewesen ist und das Bild vor nunmehr 70 Jahren von ihm kaufte. Mit dem Erlös will Petter Olsen ein Munch-Museum errichten, dass zum Anlass des 150. Geburtstag des Malers eröffnet werden soll.
Was kann Instagram?

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Instagram ist eine Foto-App, die vor kurzem vom sozialen Netzwerk Facebook aufgekauft wurde. Wie funktioniert Instagram? Die App dient der Bildbearbeitung und bietet gleichzeitig eine große Foto-Community. So sollte sich jeder, der kein Interesse an der Verbereitung seiner Fotos im Internet hat, gut überlegen, ob er Instagram dann wirklich nutzen möchte. Denn zunächst muss sich jeder Nutzer ein eigenes Benutzerkonto anlegen. Dafür nötig sind Name, E-mail und falls gewünscht ein Profilbild. Ist dieser Schritt erfolgt, sucht die Anwendung auf Wunsch bei Facebook, Twitter und in den Kontakten nach Freunden. Wer in die Auswahl kommt, lässt sich allerdings nicht mit Kriterien sinnvoll beschreiben. Auch dieser Schritt gehört noch zur Registierung, die damit abgeschlossen ist.
Der Nutzer gelangt nun auf die Startseite von Instagram. Dort befindet sich am unteren Bildrand eine Leiste mit fünf Buttons, die zu verschiedenen Bereichen der Foto-Community leiten. Das Kamera-Feld befindet sich in der Mitte der Leiste. Damit aktiviert sich automatisch die integrierte Kamera oder der Zugriff auf bereits geschossene Bilder wird freigegeben. Hier gibt es einen Unterschied zwischen der iOS-Version und der Android-Variante: Unter Android benutzt Instagram keine eigene Kamera-App, sondern verwendet die vorinstallierte App. Damit ist dann leider keine Vorschau auf verwendete Effekte möglich.
Zur Bildbearbeitung steht ein eigener App-Bereich zur Verfügung mit rund 20 Filtern und Effekten. Automatisch greift die Lux-Funktion, die Kontrast und Helligkeit verbessert. Dazu können je nach Belieben weitere Filter angewendet oder das Ganze in einen Bilderrahmen verpackt werden. Das Ergebnis lässt sich nun auf verschiedenen Plattformen wie Facebook, Twitter, Tumblr und Foursquare präsentieren. Eine Vernetzung mit Flickr befindet sich angeblich noch in der Planung.
Größter Nachteil an der ganzen Sache ist, dass alle Fotos automatisch auf ein quadratisches Format zugeschnitten werden. Ansonsten lassen sich die Funktionen intuitiv bedienen. Vieles funktioniert schon mit einem Klick.
Altbau-Renovierung: Tipps und Tricks beim Objektkauf

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Für die meisten Menschen ist eine Altbauwohnung attraktiver als ein Neubau. Bei einem Wohnungsbau sollte jedoch bedacht werden, dass ein Altbau langfristig zu sehr hohen Kosten führen kann, da dieser oftmals Mängel beinhaltet, die für den Laien nicht unbedingt sichtbar sind. Bei der Planung sollte man ohnedies nicht vergessen, dass für die Renovierung oder andere finanzielle Wünsche bei der Umgestaltung der alten Bausubstanz gegebenfalls ein Darlehen nötig sein wird. Denn je schlechter die Bausubstanz des Objekts, desto umfangreicher und kostenspieliger können Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten werden. Dabei kann es oft eine Gradwanderung sein, ob ein kreditfinanzierter Umbau sich angesichts einer schlechten Bausubstanz überhaupt noch lohnt.
Um einem späten, unschönen Erwachen vorzubeugen, sollte auf mögliche Schäden und die Bausubstanz geachtet werden. Bei einer deutlichen Sichtbarkeit der Mängel sollte man definitiv die Finger von dem Objekt lassen, da die Instandsetzung äußerst kostspielig werden kann.
Im Keller ist in erster Linie auf die Fassade und die Trockenheit zu achten. Feuchte Kelleraußen- oder Innenwände oder ein feuchter Boden ist ein negatives Zeichen. Ebenso sind Risse und undichte Fugen an den Außenwänden Signale für eine Veraltung oder eine schlechte Bausubstanz. In der Wohnung selbst sollte auf die Wände geachtet werden. Bei dünnen Wänden der Heizkörpernische kann es zu Wärmebrücken kommen. Dünne Wohnungswände führen zu einem mangelhaften Wärme- und Schallschutz und zu dünne Treppenhauswände können zu einem mangelhaften Brandschutz führen. Ebenso wichtig ist es auch auf die Beschaffenheit der Dielen zu achten. Sind keine Dielen vorhanden, so gilt das selbe für Fliesen oder Teppichböden. Diese sollten auch unbeschadet sein. An den Fenstern und Türen kann es oft zu verzogenen Holzrahmen kommen.
Diese und noch weitere mögliche Mängel können von einem Laien allein oftmals nicht komplett gesehen werden. Helfen können hier Architekten, Bauingenieure oder Statiker.
Drei große Künstler und ihre Frauen
Dass die meisten und größten Künstler der Geschichte einen ausgeprägten Hang zum weiblichen Geschlecht haben, ist keinesfalls neu. Sie wurden von ihren Frauen und Geliebten beeinflusst und inspiriert. Die Frauen waren Musen und standen Portrait. Einer der bekanntesten Frauenhelden mit großem künstlerischen Verständnis war ohne Frage Pablo Picasso: zwei Ehefrauen, zahlreiche Geliebte und großartige Kunst, die heute Millionen wert ist.
Dem inspirierenden Verhältnis von Künstler, ihren Frauen und ihrer Kunst widmet sich nun die Pinakothek der Moderne in München. In der größten und zugleich teuersten Ausstellung des Hauses bringt die Kuratorin Carla Schulz-Hoffman neben Picasso, zwei weitere Ausnahmekünstler des 20. Jahrhunderts in ihre Räume. Auch der amerikanische Maler Willem de Kooning sowie der in Leipzig geborene Max Beckmann waren für ihre Auseinandersetzung mit dem weiblichen Geschlecht bekannt. De Kooning gilt als Begründer des abstrakten Expressionismus, der in seinen Werken Frauenbilder als Körper der Landschaft darstellte und mit der “aggressiven Erotik” seiner Kunst zum Teil kritisiert wurde. Dennoch wurden seine Werke zu Rekordpreisen von bis zu 20 Millionen Dollar versteigert. Zurückhaltender war da Max Beckmann, der bedeutendste Vertreter des deutschen Expressionismus, der vor allem durch den Ersten Weltkrieg geprägt wurde. Seine “Entartete Kunst” wurde während des Nazi-Regimes aus den Museen verbannt, malte dennoch bis zu seinem Tod 1950 etwa 1000 Gemälde.
Die Pinakothek der Moderne hat sich für diese Ausstellung einiges vorgenommen. Auf über 1800 Quadratmetern werden in 14 Sälen über 90 Gemälde der drei Künstler ausgestellt, die in fünf Kapiteln die künstlerische Auseinandersetzung mit ihren Frauen als Urbild, erotische “Femme fatale” und in sich ruhende Geliebte zeigen. Im Fokus steht dabei natürlich Pablo Picasso, der “frauenverschlingender Macho” galt, seine Frauen demütigte und ausnutzte, aber ohne sie niemals so berühmt geworden wäre.
Richtig versichert als Architekt

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Auch bei einer noch so guten vorherigen Planung, kann bei größeren Bauprojekten im Nachhinein immer etwas schief laufen. Um nicht für dadurch entstandene eventuelle Schäden, womöglich noch mit seinem Privatvermögen zu haften, ist es für Ingenieure und insbesondere für Architekten ratsam spezielle Versicherungen abzuschließen. Speziell auf Architekten zugeschnittene Haftpflichtversicherungen schützen gegen Fehler in Bauplänen. Der Versicherte wird bei diesem Versicherungsmodell durch einen vielfältigen Leistungskatalog geschützt.
Diese Art der Haftpflicht übernimmt beispielsweise Spätschäden, die aus der Nachhaftung des Vorversicherer herausfallen. Neben dem Aufkommen für privatrechtliche Schadensersatzansprüchen garantiert eine gute Architektenhaftpflichtversicherung auch teilweise einen strafrechtlichen Berufsschutz. Im Idealfall erfährt der Versicherte nach dem Auftreten eines Schadens keine Hochstufung der Police. Auch die Problematik der Haftung von Ausführungsgehilfen wird in einem guten Versicherungspaket abgedeckt. So sollten dieses eine Übernahme von Ansprüchen, die durch den Einsatz von Subunternehmern zustandekommen mit einschließen.
Manche Unternehmen bieten auch einen Schutz für Auslandsschäden an, die allerdings von Land zu Land und insbesondere auf dem Hoheitsgebiet der USA variieren.
Eine private Krankenversicherung besonders für Selbständige bietet gerade auch Freiberuflern einen umfassenden Versicherungsschutz in allen Lebenslagen. Denn ein krankheitsbedingter Ausfall über einen längeren Zeitraum kann für einen Freiberufler schnell zur wahren Existenzbedrohung werden. Sinnvoll ist deshalb auch der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Die finanziellen Folgen einer solchen Berufsunfähigkeit sind meist so verheerend, dass sie ohne eine angepasste Versicherung nicht zu stemmen sind.
Übrigens ist Architekt für eine Versicherung nicht gleich Architekt. Deshalb sollte beim Abschluss einer solchen speziellen Versicherung immer die genaue Berufsbezeichnung angegeben werden. So bekommen beispielsweise Innenarchitekten, oder Landschaftsarchitekten günstigere Konditionen, als ein Architekt, der sich auf die Konstruktion von Brücken spezialisiert hat. Weitere Informationen bietet unter anderem auch der Verband Deutscher Architekten.
Fertighäuser – individuell und modern

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Fertighäuser müssen nicht immer nach langweiligen Reihenhäusern aussehen. Sie können sich in der Landschaft auch als ganz schöne Hingucker beweisen. Sie können individuell gestaltet werden, sind energieeffizient und umweltfreundlich. Die gängige Vorstellung vom Fertighaus, dass einfach bestellt und ausgebaut wird, ist also nicht ganz richtig. Denn die meisten der Modelle werden individuell und nach Kundenwunsch gefertigt. So kann sich eigentlich jeder sein Wunschhaus bestellen. Von traditionell bis modern und futuristisch ist alles möglich. Der Bauherr kann seinen Wünschen freien Lauf lassen, wie das Haus von außen und auch von innen aussehen soll. Es wird also nicht unbedingt aus dem Katalog bestellt. Das gibt es zwar auch, aber diese so genannten “Typenhäuser” machen nur einen kleinen Teil der insgesamt verkauften Fertighäuser aus. Der Wortteil “Fertig” bezieht sich nur daraus, dass die Teile in der Fabrik vorgefertigt werden. Das heiß dann natürlich auch, dass diese Häuser nicht wirklich günstiger sind, als die herkömmliche gebauten Heime. Ein Vorteil ist allerdings, dass die Hersteller den Bauherren einen Fixpreis garantieren. Denn da alles von einem Hersteller übernommen und vorproduziert wird, lassen sich die Kosten besser kontrollieren. Das sichert auch eine bessere Qualität. Die passenden Bauunternehmen finden sie hier. Ein großes Plus ist auch die Energieeffizienz der Fertighäuser. Denn sie bestehen zu großen Teilen aus Holz und das lässt sich sehr gut isolieren. Auch die Art der Energieversorgung kann man sich aussuchen. Da gibt es alles, was der Markt und die Technik zu bieten hat: von Wärmepumpen bis Fotovoltaikanlagen. So hat man zuerst vielleicht die Qual der Wahl, ist mit dem Ergebnis dann aber umso zufriedener.
Der Highline-Park in New York
In den deutschen Großstädten beklagen sich die Anwohner lautstark darüber, dass gefühlt jeder Quadratmeter Freifläche mit neuen Wohnhäusern zugebaut wird. Es scheint, als würde den deutschen Großstädtern jede Luft zum Atmen genommen. Über diese Problemchen können die Bewohner der US-amerikanischen Weltmetropole New York nur müde lächeln. In Manhattan steht Hochhaus an Hochhaus an Hochhaus.
Und in eben diesem Dschungel aus Beton wurde den Bewohner im Jahre 2009 eine kleine grüne Oase geschenkt. Auf den ehemaligen Hochbahngleisterrassen wurde ein 1,6 Kilometer langer Park auf Stelzen angelegt. Direkt zwischen den Bürotürmen des Big Apple aalen sich nun die Einwohner sowie die Touristen in der Sonne. Seit der Eröffnung des Highline-Parks 2009 zog dieser bereits vier Millionen Besucher an. Es scheint, als hätten sich die 152 Millionen Dollar, die es kostete um aus Hochbahngleisen einen Park zu machen, für die Stadt gelohnt. Andere amerikanische Großstädte wie Detroit, Philadelphia, Atlanta und Chicago sind von der New Yorker Idee angetan und überlegen, ob sich eine vergleichbare Investition auch in ihrer Stadt rentieren könnte.
In New York erstreckt sich der Park von der Gansevoort Street im ehemaligen Schlachtereiviertel der Stadt bis zur 30th Street. Diese Strecke wurde einst für Viehtransporte mit Zügen genutzt.
Inspiriert ist der Park von Trisha Browns http://www.villagevoice.com/2011-06-08/dance/roof-piece-rides-the-high-line/“, ein Tanzprojekt auf den Dächern New Yorker Hochhäuser.
Im Highline-Park tummeln sich tausende Besucher bei schönem Wetter. Es wird gelacht, geredet und Sport getrieben. Viele treffen sich mit Picknick-Körben zur urbanen Entspannung im Herzen der Metropole. Man sonnt sich, was wohl auch den Anwohnern und Arbeitern in den anliegenden Häusern gefallen dürfte, der Highline-Park ist ein Fest für Voyeure. Jedem New York-Touristen ist ein Besuch auf den ehemaligen Hochgleistrassen zu empfehlen.
David Chipperfield für Wakefield
David Chipperfield beeindruckte dieser Tage die englische Stadt Wakefield. An einem Fluss gelegen steht jetzt einfach so ein Betonklotz, den Chipperfield „The Hepworth Wakefield“ genannt hat. In diesem Klotz von Beton finden sich nun Skulpturen wieder. Auch die stadteigenen Manquetten von der Bildhauerin Barbara Hepworth haben Platz im „The Hepthwort Wakefield“.
Eingebettet in die Landschaft steht der neue Komplex da. Neben ihm schlängelt sich der Fluss Calder durch die Landschaft. Dynamisch und nicht zu starr wirkt die Architektur von Chipperfield. Es sieht so aus, als hätte das Haus – was eigentlich aus Beton ist – die Natur erschaffen. In Wirklichkeit aber hat der Stararchitekt David Chipperfield Schuld. Denn er stellte oder brachte zehn große Quader aus Beton in die englische Stadt am Fluss Calder. In jedem von diesem Quadern ist immer jeweils ein Raum mit unterschiedlicher Größe und Höhe – die Decken sind angeschnitten.
Die englischer Bildhauerin Barbara Hepworth kommt wurde 1903 in Wakefield geboren. In dem Musuem kann man jetzt ihre 44 Manquetten begutachten, die sie der Stadt als Erbe hinterlassen hat. Sie ist zudem Englands berühmteste Bildhauerin und das neue Zentrum, was auch zum Teil auf sie benannt wurde, soll jetzt dazu dienen, ihre Nachkriegswerke auszustellen. Die neue Hepworth Gallery soll der Stadt wieder neuen kulturellen Glanz versprühen. Neben dem neuen Museum sollen alte Lagerhäuser dazu genutzt werden, am Fluss Calder ein ganz neues Kulturviertel entstehen zu lassen.
Wakefield selber ergänzt sich in dieser Hinsicht schon sehr gut mit den bestehenden Zentrum für internationale Skulptur in der Region. Der Yorkshire Sculpture Park und das Henry Moore Institute in Leeds liegen in unmittelbarer Erreichbarkeit zu Wakefield. Das neue Hepworth Wakefield jedenfalls liegt wie auf einer Insel am Fluss. Den klein-gehaltenen Eingang kann man nur über eine extra angefertigte Brücke erreichen.
Bang & Olufsen wird protziger
Damals hatten beide Firmen ihre Glanz- und Glückszeiten. Der Fahrzeughersteller Saab ist hin und wieder einmal zahlungsunfähig und steht des Öfteren vor der Insolvenz und der Hifi-Hersteller Bang & Olufsen findet sich in der Versenkung wieder, weil er nicht mehr auf Sachen setzt, die ihn später einmal ausgezeichnet haben. Besonders Bang & Olufsen richtet sein Konzept eher auf Protzen und aufdringliche Eleganz anstatt auf unaufdringliche Hingucker.
Bang & Olufsen konnte sich im Gegensatz zu Saab immer wieder vor dem finanziellen Kollaps retten, auch wenn der schwache Absatz fast dazu geführt hätten, dass der Hifi-Hersteller vom Markt verschwindet. Das Unternehmen, dessen Kreationen es einst in das Museum of Modern Art in New York schaffte, hat schwere Zeiten hinter und auch noch vor sich. Damals schafften es die Produkte ins Museum, weil sie unauffällig zwar im Hintergrund standen und selbst ohne Musik schön anzusehen waren, wirken die Geräte von Bang & Olufsen so, als ob sie den ganzen Raum einnehmen würden. Lautsprecher wirken heutzutage so, als wäre es eine verhunzte Couchgarnitur, die aber dennoch riesengroß im Raum prangt. Manchmal wirkt es so, als wären die Geräte wie ein riesiger Heckspoiler an einem Kleinwagen. Den Leitsatz “Für diejenigen, die Design und Qualität mehr wertschätzen als den Preis”, der das Unternehmen seit 1968 ausgemacht hat, zählt schon lange nicht mehr. Denn seit der Jahrtausendwende entfernte man sich immer mehr vom ursprünglichen Design, schlichte aber dennoch elegante Sachen herzustellen und zu entwerfen.
Bang & Olufsen widerspricht den Designregeln, die es damals eigentlich selber initiiert hat. „Gutes Design ist unaufdringlich“ passte damals sehr gut zum Design von B&O, heute könnte der Spruch „Schlechtes Design ist aufdringlich“ wohl besser passen. Mit minimalistischen Ansätzen überzeugte das Unternehmen damals, heute macht man beim dänischen Hifi-Hersteller eher alles anders und macht lieber etwas mehr, als zu wenig – gewiss dem Motto: „Viel hilft viel!“ Ein Unternehmen jedenfalls schafft es mit schlichtem Design seit Jahren zu überzeugen und bricht einen Verkaufsrekord nach dem anderen: Apple. Bang & Olufsen hat sich von dem Konzept leider verabschiedet.








