26. September 2011

Brasília

Der Architekt Oscar Niemeyer entwarf sie, die Hauptstadt Brasiliens namens Brasilia. Manche nennen sie eine Stadtgewordene Utopie, wie es keine zweite auf der Welt gibt. Sie wurde von 1956 bis 1960 errichtet. Zwei Fotografen präsentieren in der Kunsthalle Kiel Fotos, die zeigen sollen warum es eine menschenleere Stadt Utopie ist.

Mittels einer Langzeitbelichtung versuchen sie das sterile Wesen der brasilianischen Hauptstadt auf Bildern einzufangen. Ganze zwölf Stunden belichteten die Fotografen Lina Kim und Michael Wesley ihre Motive. Von 6 bis 18 Uhr ließen sie die Kameras ihre Bilder einfangen. Die lange Belichtungszeit verschluckt alle Bewegung der Stadt, keine Menschen in den Straßen und Cafés, kein Autos fahren durch die Gassen, keine Kinder spielen auf den Spielplätzen, die Stadt ist leer.

Einzig der Verlauf der Sonne ist auf den Bildern im Himmel zu erkennen, die Szenerie ist perfekt ausgeleuchtet. Die menschenleere Utopie.

Unter dem Titel „Archiv Utopia“ zeigt die Ausstellung 32 großformatige Bilder von Brasilia, diese sind in einem Zeitraum von sieben Jahren (2003 – 2010) aufgenommen worden.

Die Sterilität der Bilder zeigt, wofür diese Stadt steht: Sie gilt als architektonisches Meisterwerk, eine Ikone in der Szene. Sie wurde auf dem Reißbrett von Lucio Costa und Oscar Niemeyer entworfen. Seit 1987 ist die Stadt Brasilia Weltkulturerbe der UNESCO aufgrund ihrer Bedeutsamkeit für die Architektur.

Sie zieht viele Touristen an, Fachleute sowie Architekturinteressierte. Wie sieht eine solche Utopie in der Realität aus? Falls Sie sich den Flug nach Brasilia nicht leisten können, sollte Ihnen die Ausstellung in Kiel zeigen wie.

Wie die beiden Künstler. Sie ergänzen die Ausstellung um 300 von ihnen restaurierte Archivfotos aus der Bauphase. Diese Aufnahmen dokumentieren die Schwierigkeiten, die neue Hauptstadt zu besiedeln.

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