Karl Friedrich Schinkel
Karl Friedrich Schinkel wurde als Sohn des Kirchen- und Schulinspektors Johann Cuno Schinkel und seiner Frau Dorothea, geborene Rose, am 13. März 1781 in Neuruppin geboren.
Ab 1794 besuchte Schinkel in Berlin das Gymnasium zum Grauen Kloster. Nach vier Jahren begann er eine Lehre bei dem Architekten David Gilly. Der Sohn Friedrich Gilly, mit dem er sich befreundete und der ebenfalls Architekt war, übte einen großen Einfluss aus auf Schinkel. Zusammen eröffneten sie die “Privatgesellschaft junger Architekten”. 1799 begann Schinkel ein Studium der Architektur an der neu gegründeten Bauakademie in Berlin. 1802 schloss er seine Ausbildung ab. Zunächst arbeitete Schinkel als Bühnendekorateur und als Maler. 1803 bis 1805 unternahm er eine längere Studienreise durch Italien und Frankreich. Er hielt sich in bedeutenden Städten wie Dresden, Prag, Wien, Triest, Genua und Paris auf.
Ein Merkmal seines Schaffens war seine außerordentliche Vorstellungskraft, die ihm von hohem Nutzen bei der Planung der verschiedensten Objekte war. In seinen architektonische Planungen machte Schinkel den Menschen zum Maßstab. So hielten sich auch in seiner klassizistischen Schaffensphase um 1825 die Ausmaße seiner Bauten in Grenzen und waren nicht bloß Zweck der Machtpräsentation. Doch zuvor, in den Jahren von 1803 bis 1805, orientierte sich seine Stilsprache an der Romantik, die sich dann von 1810 bis 1815 zu einer national-romantischen Phase entwickelte. Nach seiner Reise nach England und Frankreich orientierte sich Schinkel an der Technik. Seine Bauten waren geprägt von einer kubischen Form. Griechische und gotische Gestaltungselemente unterstützten eine ästhetische Klarheit. Ab 1835 wandte er sich wieder mehr den mittelalterlichen Konzepten zu – in Form ihrer wehrhaften Geschlossenheit. Neben seinem Ruf als Architekt genoss Schinkel auch noch eine große Popularität als Städteplaner. Auf diesem Fachgebiet verfolgte er ein organisches Wachstum. Friedrich Schinkel starb am 9. Oktober 1841 in Berlin.
Richtig versichert als Architekt

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Auch bei einer noch so guten vorherigen Planung, kann bei größeren Bauprojekten im Nachhinein immer etwas schief laufen. Um nicht für dadurch entstandene eventuelle Schäden, womöglich noch mit seinem Privatvermögen zu haften, ist es für Ingenieure und insbesondere für Architekten ratsam spezielle Versicherungen abzuschließen. Speziell auf Architekten zugeschnittene Haftpflichtversicherungen schützen gegen Fehler in Bauplänen. Der Versicherte wird bei diesem Versicherungsmodell durch einen vielfältigen Leistungskatalog geschützt.
Diese Art der Haftpflicht übernimmt beispielsweise Spätschäden, die aus der Nachhaftung des Vorversicherer herausfallen. Neben dem Aufkommen für privatrechtliche Schadensersatzansprüchen garantiert eine gute Architektenhaftpflichtversicherung auch teilweise einen strafrechtlichen Berufsschutz. Im Idealfall erfährt der Versicherte nach dem Auftreten eines Schadens keine Hochstufung der Police. Auch die Problematik der Haftung von Ausführungsgehilfen wird in einem guten Versicherungspaket abgedeckt. So sollten dieses eine Übernahme von Ansprüchen, die durch den Einsatz von Subunternehmern zustandekommen mit einschließen.
Manche Unternehmen bieten auch einen Schutz für Auslandsschäden an, die allerdings von Land zu Land und insbesondere auf dem Hoheitsgebiet der USA variieren.
Eine private Krankenversicherung besonders für Selbständige bietet gerade auch Freiberuflern einen umfassenden Versicherungsschutz in allen Lebenslagen. Denn ein krankheitsbedingter Ausfall über einen längeren Zeitraum kann für einen Freiberufler schnell zur wahren Existenzbedrohung werden. Sinnvoll ist deshalb auch der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Die finanziellen Folgen einer solchen Berufsunfähigkeit sind meist so verheerend, dass sie ohne eine angepasste Versicherung nicht zu stemmen sind.
Übrigens ist Architekt für eine Versicherung nicht gleich Architekt. Deshalb sollte beim Abschluss einer solchen speziellen Versicherung immer die genaue Berufsbezeichnung angegeben werden. So bekommen beispielsweise Innenarchitekten, oder Landschaftsarchitekten günstigere Konditionen, als ein Architekt, der sich auf die Konstruktion von Brücken spezialisiert hat. Weitere Informationen bietet unter anderem auch der Verband Deutscher Architekten.
Fertighäuser – individuell und modern

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Fertighäuser müssen nicht immer nach langweiligen Reihenhäusern aussehen. Sie können sich in der Landschaft auch als ganz schöne Hingucker beweisen. Sie können individuell gestaltet werden, sind energieeffizient und umweltfreundlich. Die gängige Vorstellung vom Fertighaus, dass einfach bestellt und ausgebaut wird, ist also nicht ganz richtig. Denn die meisten der Modelle werden individuell und nach Kundenwunsch gefertigt. So kann sich eigentlich jeder sein Wunschhaus bestellen. Von traditionell bis modern und futuristisch ist alles möglich. Der Bauherr kann seinen Wünschen freien Lauf lassen, wie das Haus von außen und auch von innen aussehen soll. Es wird also nicht unbedingt aus dem Katalog bestellt. Das gibt es zwar auch, aber diese so genannten “Typenhäuser” machen nur einen kleinen Teil der insgesamt verkauften Fertighäuser aus. Der Wortteil “Fertig” bezieht sich nur daraus, dass die Teile in der Fabrik vorgefertigt werden. Das heiß dann natürlich auch, dass diese Häuser nicht wirklich günstiger sind, als die herkömmliche gebauten Heime. Ein Vorteil ist allerdings, dass die Hersteller den Bauherren einen Fixpreis garantieren. Denn da alles von einem Hersteller übernommen und vorproduziert wird, lassen sich die Kosten besser kontrollieren. Das sichert auch eine bessere Qualität. Die passenden Bauunternehmen finden sie hier. Ein großes Plus ist auch die Energieeffizienz der Fertighäuser. Denn sie bestehen zu großen Teilen aus Holz und das lässt sich sehr gut isolieren. Auch die Art der Energieversorgung kann man sich aussuchen. Da gibt es alles, was der Markt und die Technik zu bieten hat: von Wärmepumpen bis Fotovoltaikanlagen. So hat man zuerst vielleicht die Qual der Wahl, ist mit dem Ergebnis dann aber umso zufriedener.
Brasília
Der Architekt Oscar Niemeyer entwarf sie, die Hauptstadt Brasiliens namens Brasilia. Manche nennen sie eine Stadtgewordene Utopie, wie es keine zweite auf der Welt gibt. Sie wurde von 1956 bis 1960 errichtet. Zwei Fotografen präsentieren in der Kunsthalle Kiel Fotos, die zeigen sollen warum es eine menschenleere Stadt Utopie ist.
Mittels einer Langzeitbelichtung versuchen sie das sterile Wesen der brasilianischen Hauptstadt auf Bildern einzufangen. Ganze zwölf Stunden belichteten die Fotografen Lina Kim und Michael Wesley ihre Motive. Von 6 bis 18 Uhr ließen sie die Kameras ihre Bilder einfangen. Die lange Belichtungszeit verschluckt alle Bewegung der Stadt, keine Menschen in den Straßen und Cafés, kein Autos fahren durch die Gassen, keine Kinder spielen auf den Spielplätzen, die Stadt ist leer. Ausstellung Archiv Utopia, Foto: augusto1975_flickr
Einzig der Verlauf der Sonne ist auf den Bildern im Himmel zu erkennen, die Szenerie ist perfekt ausgeleuchtet. Die menschenleere Utopie.
Unter dem Titel „Archiv Utopia“ zeigt die Ausstellung 32 großformatige Bilder von Brasilia, diese sind in einem Zeitraum von sieben Jahren (2003 – 2010) aufgenommen worden.
Die Sterilität der Bilder zeigt, wofür diese Stadt steht: Sie gilt als architektonisches Meisterwerk, eine Ikone in der Szene. Sie wurde auf dem Reißbrett von Lucio Costa und Oscar Niemeyer entworfen. Seit 1987 ist die Stadt Brasilia Weltkulturerbe der UNESCO aufgrund ihrer Bedeutsamkeit für die Architektur.
Sie zieht viele Touristen an, Fachleute sowie Architekturinteressierte. Wie sieht eine solche Utopie in der Realität aus? Falls Sie sich den Flug nach Brasilia nicht leisten können, sollte Ihnen die Ausstellung in Kiel zeigen wie.
Wie die beiden Künstler. Sie ergänzen die Ausstellung um 300 von ihnen restaurierte Archivfotos aus der Bauphase. Diese Aufnahmen dokumentieren die Schwierigkeiten, die neue Hauptstadt zu besiedeln.
Der Highline-Park in New York
In den deutschen Großstädten beklagen sich die Anwohner lautstark darüber, dass gefühlt jeder Quadratmeter Freifläche mit neuen Wohnhäusern zugebaut wird. Es scheint, als würde den deutschen Großstädtern jede Luft zum Atmen genommen. Über diese Problemchen können die Bewohner der US-amerikanischen Weltmetropole New York nur müde lächeln. In Manhattan steht Hochhaus an Hochhaus an Hochhaus.
Und in eben diesem Dschungel aus Beton wurde den Bewohner im Jahre 2009 eine kleine grüne Oase geschenkt. Auf den ehemaligen Hochbahngleisterrassen wurde ein 1,6 Kilometer langer Park auf Stelzen angelegt. Direkt zwischen den Bürotürmen des Big Apple aalen sich nun die Einwohner sowie die Touristen in der Sonne. Seit der Eröffnung des Highline-Parks 2009 zog dieser bereits vier Millionen Besucher an. Es scheint, als hätten sich die 152 Millionen Dollar, die es kostete um aus Hochbahngleisen einen Park zu machen, für die Stadt gelohnt. Andere amerikanische Großstädte wie Detroit, Philadelphia, Atlanta und Chicago sind von der New Yorker Idee angetan und überlegen, ob sich eine vergleichbare Investition auch in ihrer Stadt rentieren könnte. Highline Park, Foto: miledorleac_flickr
In New York erstreckt sich der Park von der Gansevoort Street im ehemaligen Schlachtereiviertel der Stadt bis zur 30th Street. Diese Strecke wurde einst für Viehtransporte mit Zügen genutzt.
Inspiriert ist der Park von Trisha Browns http://www.villagevoice.com/2011-06-08/dance/roof-piece-rides-the-high-line/“, ein Tanzprojekt auf den Dächern New Yorker Hochhäuser.
Im Highline-Park tummeln sich tausende Besucher bei schönem Wetter. Es wird gelacht, geredet und Sport getrieben. Viele treffen sich mit Picknick-Körben zur urbanen Entspannung im Herzen der Metropole. Man sonnt sich, was wohl auch den Anwohnern und Arbeitern in den anliegenden Häusern gefallen dürfte, der Highline-Park ist ein Fest für Voyeure. Jedem New York-Touristen ist ein Besuch auf den ehemaligen Hochgleistrassen zu empfehlen.
David Chipperfield für Wakefield
David Chipperfield beeindruckte dieser Tage die englische Stadt Wakefield. An einem Fluss gelegen steht jetzt einfach so ein Betonklotz, den Chipperfield „The Hepworth Wakefield“ genannt hat. In diesem Klotz von Beton finden sich nun Skulpturen wieder. Auch die stadteigenen Manquetten von der Bildhauerin Barbara Hepworth haben Platz im „The Hepthwort Wakefield“.
The Hepworth, Foto: diamond geezer_flickr
Die englischer Bildhauerin Barbara Hepworth kommt wurde 1903 in Wakefield geboren. In dem Musuem kann man jetzt ihre 44 Manquetten begutachten, die sie der Stadt als Erbe hinterlassen hat. Sie ist zudem Englands berühmteste Bildhauerin und das neue Zentrum, was auch zum Teil auf sie benannt wurde, soll jetzt dazu dienen, ihre Nachkriegswerke auszustellen. Die neue Hepworth Gallery soll der Stadt wieder neuen kulturellen Glanz versprühen. Neben dem neuen Museum sollen alte Lagerhäuser dazu genutzt werden, am Fluss Calder ein ganz neues Kulturviertel entstehen zu lassen.
Wakefield selber ergänzt sich in dieser Hinsicht schon sehr gut mit den bestehenden Zentrum für internationale Skulptur in der Region. Der Yorkshire Sculpture Park und das Henry Moore Institute in Leeds liegen in unmittelbarer Erreichbarkeit zu Wakefield. Das neue Hepworth Wakefield jedenfalls liegt wie auf einer Insel am Fluss. Den klein-gehaltenen Eingang kann man nur über eine extra angefertigte Brücke erreichen.







