Nackte Münchener zu den Opernfestspielen

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Nacktheit ist allerdings kein neues Thema des Fotografen. Mit der Gegenüberstellung nackter Körper und urbaner Kulissen will Tunick die Vergänglichkeit und Verletzbarkeit des menschlichen Lebens darstellen. So zum Beispiel in Mexiko City, als der Fotograf den Stadtplatz „Zócalo“ mit knapp 18.000 Menschen füllte. Die Körpermassen können so also auch einen Schutz für einzelne darstellen, die sich vielleicht nicht hundertprozentig wohl so ganz ohne Kleider fühlen. In München bietet Tunick außerdem das Auftragen von Körperfarben an. Das könnte einen zusätzlichen Schutz für Schüchterne bieten. In Deutschland ist die FKK-Kultur ja nichts vollkommen neues, deswegen gab es auch auf dem administrativen Weg keine großen Probleme. Vor allem aufgrund des künstlerischen Rahmens des Projekts. Während der Installation sind außerdem keine Schaulustigen zugelassen. Tunick wird ein Video anfertigen, das während des Festspielmonats in München zu sehen ist. Außerdem erhalten die Teilnehmer Abzüge seiner Fotografien. In den USA nimmt man es mit der Freikörperkultur dann doch etwas genauer. Hier wurde Tunick schon sieben Mal festgenommen.