David Chipperfield für Wakefield
David Chipperfield beeindruckte dieser Tage die englische Stadt Wakefield. An einem Fluss gelegen steht jetzt einfach so ein Betonklotz, den Chipperfield „The Hepworth Wakefield“ genannt hat. In diesem Klotz von Beton finden sich nun Skulpturen wieder. Auch die stadteigenen Manquetten von der Bildhauerin Barbara Hepworth haben Platz im „The Hepthwort Wakefield“.
The Hepworth, Foto: diamond geezer_flickr
Die englischer Bildhauerin Barbara Hepworth kommt wurde 1903 in Wakefield geboren. In dem Musuem kann man jetzt ihre 44 Manquetten begutachten, die sie der Stadt als Erbe hinterlassen hat. Sie ist zudem Englands berühmteste Bildhauerin und das neue Zentrum, was auch zum Teil auf sie benannt wurde, soll jetzt dazu dienen, ihre Nachkriegswerke auszustellen. Die neue Hepworth Gallery soll der Stadt wieder neuen kulturellen Glanz versprühen. Neben dem neuen Museum sollen alte Lagerhäuser dazu genutzt werden, am Fluss Calder ein ganz neues Kulturviertel entstehen zu lassen.
Wakefield selber ergänzt sich in dieser Hinsicht schon sehr gut mit den bestehenden Zentrum für internationale Skulptur in der Region. Der Yorkshire Sculpture Park und das Henry Moore Institute in Leeds liegen in unmittelbarer Erreichbarkeit zu Wakefield. Das neue Hepworth Wakefield jedenfalls liegt wie auf einer Insel am Fluss. Den klein-gehaltenen Eingang kann man nur über eine extra angefertigte Brücke erreichen.
Das Apple-Design
Braun vs Apple, Foto: stumrob_flickr
Der britische Hausdesigner Apples, Jonathan Ive, hat seinen Designprodukten eine eigene Museumsschau gewidmet.
Einen Großteil seines Erfolges verdankt Apple zweifelsfrei seinem Chefdesigner Ive. Seit dieser im Jahre 1997 die Gestaltung der ersten Apple-PCs, sogenannter Imacs und aller Folgeprodukte übernahm, wurde die Marke Kult. Der abgebissene Apfel, den es auf bereits über 100 verschiedenen Produkten von Apple zu bestaunen gibt, ist nun das Logo der wertvollsten Firma weltweit.
Besonders in der letzten Zeit wurde viel über die Originalität des Designs diskutiert. Jonathan Ive wurde vorgeworfen, sich stark an Elektronikgeräten von Braun aus den 60er Jahren orientiert zu haben. Besonders publik wurden diese Vorwürfe, als im Internet direkte Fotovergleiche zwischen Apple- und alten Braunprodukten kursierten. Einige meinen, Ive habe sich nicht nur inspirieren lassen, sondern er habe das Design geklaut.
Ive gibt zu, die Arbeiten des Chefdesigner vom Elektronikhersteller Braun, Dieter Rams, zu verehren und dass dieser vieles entworfen hat, dass nicht verbessert werden könne, aber er streitet ab geklaut zu haben. Der Rückgriff auf das funktionsorientierte Design des deutschen Herstellers zeigt Ives Fähigkeit, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Er verbreitet den Geist der reduzierten und puren Form neu. Frei nach dem Motto der Ulmer Hochschule für Design : Make it simple!
Der Highline-Park in New York
In den deutschen Großstädten beklagen sich die Anwohner lautstark darüber, dass gefühlt jeder Quadratmeter Freifläche mit neuen Wohnhäusern zugebaut wird. Es scheint, als würde den deutschen Großstädtern jede Luft zum Atmen genommen. Über diese Problemchen können die Bewohner der US-amerikanischen Weltmetropole New York nur müde lächeln. In Manhattan steht Hochhaus an Hochhaus an Hochhaus.
Und in eben diesem Dschungel aus Beton wurde den Bewohner im Jahre 2009 eine kleine grüne Oase geschenkt. Auf den ehemaligen Hochbahngleisterrassen wurde ein 1,6 Kilometer langer Park auf Stelzen angelegt. Direkt zwischen den Bürotürmen des Big Apple aalen sich nun die Einwohner sowie die Touristen in der Sonne. Seit der Eröffnung des Highline-Parks 2009 zog dieser bereits vier Millionen Besucher an. Es scheint, als hätten sich die 152 Millionen Dollar, die es kostete um aus Hochbahngleisen einen Park zu machen, für die Stadt gelohnt. Andere amerikanische Großstädte wie Detroit, Philadelphia, Atlanta und Chicago sind von der New Yorker Idee angetan und überlegen, ob sich eine vergleichbare Investition auch in ihrer Stadt rentieren könnte. Highline Park, Foto: miledorleac_flickr
In New York erstreckt sich der Park von der Gansevoort Street im ehemaligen Schlachtereiviertel der Stadt bis zur 30th Street. Diese Strecke wurde einst für Viehtransporte mit Zügen genutzt.
Inspiriert ist der Park von Trisha Browns http://www.villagevoice.com/2011-06-08/dance/roof-piece-rides-the-high-line/“, ein Tanzprojekt auf den Dächern New Yorker Hochhäuser.
Im Highline-Park tummeln sich tausende Besucher bei schönem Wetter. Es wird gelacht, geredet und Sport getrieben. Viele treffen sich mit Picknick-Körben zur urbanen Entspannung im Herzen der Metropole. Man sonnt sich, was wohl auch den Anwohnern und Arbeitern in den anliegenden Häusern gefallen dürfte, der Highline-Park ist ein Fest für Voyeure. Jedem New York-Touristen ist ein Besuch auf den ehemaligen Hochgleistrassen zu empfehlen.
Brasília
Der Architekt Oscar Niemeyer entwarf sie, die Hauptstadt Brasiliens namens Brasilia. Manche nennen sie eine Stadtgewordene Utopie, wie es keine zweite auf der Welt gibt. Sie wurde von 1956 bis 1960 errichtet. Zwei Fotografen präsentieren in der Kunsthalle Kiel Fotos, die zeigen sollen warum es eine menschenleere Stadt Utopie ist.
Mittels einer Langzeitbelichtung versuchen sie das sterile Wesen der brasilianischen Hauptstadt auf Bildern einzufangen. Ganze zwölf Stunden belichteten die Fotografen Lina Kim und Michael Wesley ihre Motive. Von 6 bis 18 Uhr ließen sie die Kameras ihre Bilder einfangen. Die lange Belichtungszeit verschluckt alle Bewegung der Stadt, keine Menschen in den Straßen und Cafés, kein Autos fahren durch die Gassen, keine Kinder spielen auf den Spielplätzen, die Stadt ist leer. Ausstellung Archiv Utopia, Foto: augusto1975_flickr
Einzig der Verlauf der Sonne ist auf den Bildern im Himmel zu erkennen, die Szenerie ist perfekt ausgeleuchtet. Die menschenleere Utopie.
Unter dem Titel „Archiv Utopia“ zeigt die Ausstellung 32 großformatige Bilder von Brasilia, diese sind in einem Zeitraum von sieben Jahren (2003 – 2010) aufgenommen worden.
Die Sterilität der Bilder zeigt, wofür diese Stadt steht: Sie gilt als architektonisches Meisterwerk, eine Ikone in der Szene. Sie wurde auf dem Reißbrett von Lucio Costa und Oscar Niemeyer entworfen. Seit 1987 ist die Stadt Brasilia Weltkulturerbe der UNESCO aufgrund ihrer Bedeutsamkeit für die Architektur.
Sie zieht viele Touristen an, Fachleute sowie Architekturinteressierte. Wie sieht eine solche Utopie in der Realität aus? Falls Sie sich den Flug nach Brasilia nicht leisten können, sollte Ihnen die Ausstellung in Kiel zeigen wie.
Wie die beiden Künstler. Sie ergänzen die Ausstellung um 300 von ihnen restaurierte Archivfotos aus der Bauphase. Diese Aufnahmen dokumentieren die Schwierigkeiten, die neue Hauptstadt zu besiedeln.
Viertes Fotofestival Mannheim
Foto von Becker, Foto: urbanautica_flickr
Auch andere Fotografen, deren Werke derzeit in Mannheim zu bestaunen sind, brachten sich während ihrer Arbeit in gefährliche Situationen. Boniface Mwangi beispielsweise ist sichtlich in Gefahr gewesen, als er bei der Dokumentation der Unruhen in den Slums von Kenia 2008 zum Fotografieren dort war.
Der selbstformulierte Anspruch des Festivals scheint jedenfalls angenehm uneinlösbar. Die einzelnen Bilder sind mit spröden und unhandlichen Bildunterschriften wie: ökologische Kreisläufe“, „Affekt und Wirkung von Politik“ oder „Das alltägliche Leben“ versehen, um den Beobachter zum Nachdenken zu zwingen. Es sollen keine Antworten geliefert werden, die Besucher der Ausstellungen sollen mit neuen Fragen im Kopf die Ausstellung wieder verlassen, die Antworten selbst zu finden ist das Ziel dieser Ausstellung.
Viertes Fotofestival Mannheim
Foto von Becker, Foto: urbanautica_flickr
Auch andere Fotografen, deren Werke derzeit in Mannheim zu bestaunen sind, brachten sich während ihrer Arbeit in gefährliche Situationen. Boniface Mwangi beispielsweise ist sichtlich in Gefahr gewesen, als er bei der Dokumentation der Unruhen in den Slums von Kenia 2008 zum Fotografieren dort war.
Der selbstformulierte Anspruch des Festivals scheint jedenfalls angenehm uneinlösbar. Die einzelnen Bilder sind mit spröden und unhandlichen Bildunterschriften wie: ökologische Kreisläufe“, „Affekt und Wirkung von Politik“ oder „Das alltägliche Leben“ versehen, um den Beobachter zum Nachdenken zu zwingen. Es sollen keine Antworten geliefert werden, die Besucher der Ausstellungen sollen mit neuen Fragen im Kopf die Ausstellung wieder verlassen, die Antworten selbst zu finden ist das Ziel dieser Ausstellung.







