Ausstellungen

Die Fotoausstellung ‘no fashion, please’

 

© Clarini - Fotolia.com

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Die Ausstellung heißt zwar “No fashion, please!”, doch im Mittelpunkt steht dennoch die Auseinandersetzung mit der Modefotografie und deren Techniken – aber eben nicht aus einer modefotografischen, sondern künstlerischen Perspektive. Vom zehnten November bis zum 22. Januar 2012 haben Kunst- und Fotografie-Begeisterte die Gelegenheit, bei einem Abstecher ins österreichische Wien diese Foto-Ausstellung in der Kunsthalle mitzunehmen. 19 einzelne Fotografen aus der ganzen Welt werden mit Werken präsentiert, die sich irgendwie mit Körper und Kleidung und oder den funktionalen Techniken der Modefotografen auseinandersetzen. Viele Werke problematisieren die sich in den letzten Jahrzehnten stark veränderten ästhetischen Vorstellungen eines idealen Körpers. Doch nicht nur reine Fotografie gibt es im Nachbarland zu sehen, auch Projektionen, Skulpturen, Video, Film und Performances gibt es zu bestaunen – viele verschiedene mediale Ideen wurden in Wien umgesetzt.

Dabei ist etwa die Fotografen-Ikone des Londoner Mode-Untergrunds, Fergus Greer Bowery, der die Modekreationen Leigh Bowerys beinah dokumentarisch abknipste. Auch die Werke von Philipp-Lorca diCorcia und Erwin Olaf, aber auch Matthias Herrmanns “Philip” verweisen auf die sich aneinander inspirierende Beziehung zwischen Mode und Fotografie, zwischen Fashion-Designer und Fotograf.

Doch nicht alle der in Wien vertretenen Künstler sehen den Zusammenhang von Fotografie und Mode, von künstlerischem und kommerziellem Kosmos also, so positiv: Am deutlichsten wird das wohl beim amerikanischen Künstler Jeff Bark. Seine surrealen und verstörenden Stillleben und Körperabbildungen wirken wie eine Umkehrung der derzeit überall propagierten Schönheitsideale. Auch Tracey Baran, Luigi & Luca, Hanna Putz und Viviane Sassen untersuchen die Lücke zwischen Form und Erscheinung und beleuchten dabei auch Akte der Verweigerung oder Überkreuzung mit gängigen modischen Standarts oder den optimalen Körpermaßen.

Wer es nicht nach Wien schafft, kann sich immerhin mit dem Ausstellungskatalog ein Bild von der Ausstellung machen. Dieses erscheint im Verlag für moderne Kunst in Nürnberg und hat etwa 160 Seiten.