Hochhäuser

Der Highline-Park in New York

In den deutschen Großstädten beklagen sich die Anwohner lautstark darüber, dass gefühlt jeder Quadratmeter Freifläche mit neuen Wohnhäusern zugebaut wird. Es scheint, als würde den deutschen Großstädtern jede Luft zum Atmen genommen. Über diese Problemchen können die Bewohner der US-amerikanischen Weltmetropole New York nur müde lächeln. In Manhattan steht Hochhaus an Hochhaus an Hochhaus.

Und in eben diesem Dschungel aus Beton wurde den Bewohner im Jahre 2009 eine kleine grüne Oase geschenkt. Auf den ehemaligen Hochbahngleisterrassen wurde ein 1,6 Kilometer langer Park auf Stelzen angelegt. Direkt zwischen den Bürotürmen des Big Apple aalen sich nun die Einwohner sowie die Touristen in der Sonne. Seit der Eröffnung des Highline-Parks 2009 zog dieser bereits vier Millionen Besucher an. Es scheint, als hätten sich die 152 Millionen Dollar, die es kostete um aus Hochbahngleisen einen Park zu machen, für die Stadt gelohnt. Andere amerikanische Großstädte wie Detroit, Philadelphia, Atlanta und Chicago sind von der New Yorker Idee angetan und überlegen, ob sich eine vergleichbare Investition auch in ihrer Stadt rentieren könnte.

In New York erstreckt sich der Park von der Gansevoort Street im ehemaligen Schlachtereiviertel der Stadt bis zur 30th Street. Diese Strecke wurde einst für Viehtransporte mit Zügen genutzt.

Inspiriert ist der Park von Trisha Browns http://www.villagevoice.com/2011-06-08/dance/roof-piece-rides-the-high-line/“, ein Tanzprojekt auf den Dächern New Yorker Hochhäuser.

Im Highline-Park tummeln sich tausende Besucher bei schönem Wetter. Es wird gelacht, geredet und Sport getrieben. Viele treffen sich mit Picknick-Körben zur urbanen Entspannung im Herzen der Metropole. Man sonnt sich, was wohl auch den Anwohnern und Arbeitern in den anliegenden Häusern gefallen dürfte, der Highline-Park ist ein Fest für Voyeure. Jedem New York-Touristen ist ein Besuch auf den ehemaligen Hochgleistrassen zu empfehlen.